Best of WLAN: Wie Sie drahtlos das Maximum aus Ihrem Internetzugang herausholen

Netcom Kassel WLAN
Netcom Kassel WLAN

Der Download eines Videoclips dauert wieder einmal ewig, die Website will einfach nicht laden. Kurzum: Das WLAN ist langsam und liefert einfach nicht das, was es verspricht, obwohl am Router die volle Bandbreite anliegt. Sie kennen diese Situation? Die gute Nachricht ist: Man braucht kein Diploms in Informatik, um deutlich mehr aus einem WLAN herauszuholen. Mit nur wenigen Maßnahmen können Sie dafür sorgen, dass Ihr drahtloser Zugang zum Internet den Turbo einschaltet. Die folgenden Tipps können Ihnen dabei helfen.

Es ist ärgerlich, wenn Kunden die volle Bandbreite, die sie bei ihrem Anbieter gebucht haben, nicht nutzen können. Dabei liegt das Problem oft gar nicht auf Provider-Seite, sondern kann mit einfachen Mitteln und Handgriffen selbst beseitigt werden. Im Folgenden erfahren Sie, welche Auswirkungen die Position Ihres Routers, etwaige Störquellen und die Konfiguration der Hardware auf Ihren WLAN-Empfang haben können – und wie Sie ohne große Umstände drahtlose Bandbreiten sicherstellen, mit denen das Surfen wieder Spaß macht.

Tipp 1: Immer up to date sein

Netzbetreiber, Geräte- und Software-Anbieter arbeiten unentwegt daran, ihre Dienstleistungen zu optimieren. Damit Sie davon profitieren können, sollten Sie regelmäßige Updates nicht verpassen. Es bringt Ihnen wenig, wenn Sie eine erstklassige Verbindung buchen, dann aber einen veralteten Router oder eine überholte Betriebssoftware nutzen. Hier lohnt es sich immer, in ein neues Gerätemodell zu investieren und regelmäßig Updates zu installieren. Verbesserte Firmware- oder Treiber-Versionen werden von den gängigen Geräteherstellern regelmäßig geliefert.

Tipp 2: Der Standort macht’s

Achten Sie darauf, Ihren Router optimal aufzustellen – am besten zentral und in einer erhöhten Position, also zum Beispiel auf dem Garderobenschrank im Flur. Zudem sollte das Gerät nicht bedeckt oder abgeschirmt sein, sondern freistehen. So banal es klingen mag, aber schon zu viele Grünpflanzen oder ein Aquarium zwischen Sender und Empfänger können die Qualität eines WLAN-Signals reduzieren.

Tipp 3: Metall lenkt nur ab

Neben wasserhaltigen Baustoffen wie Holz, Stein oder Beton können vor allem Gegenstände aus Metall einer WLAN-Verbindung ordentlich zusetzen. Metallbeschichtete Oberflächen an Fenstern und Türen, Leichtbauwände mit Metallträgern oder Möbel aus Metall schlucken oder reflektieren die Signale aus ihrem Router und können damit die Bandbreite erheblich reduzieren. Wenn möglich, sollten WLAN-Geräte deshalb nicht in der Nähe von größeren Gegenständen aus Metall aufgestellt werden.

Tipp 4: Weg mit den Störern

Auch Fremdsignale können Ihr WLAN drosseln. Gehen Sie deshalb auf die Suche nach elektronischen Störquellen. Das können zum Beispiel Geräte wie schnurlose Telefone, DECT-Basisstationen oder Babyphone sein, da sie selbst drahtlose Signale senden. Ähnliches gilt für Mikrowellen oder Bluetooth-Geräte. Achten Sie darauf, dass sich derartige Quellen in mehreren Metern Entfernung vom WLAN-Router befinden, und schirmen Sie beide Sender nach Möglichkeit voneinander ab.

Tipp 5: Repeater für mehr Reichweite

Unter Umständen kann es sich lohnen, einen zweiten Router als Repeater einzurichten. Dieser zweite, zwischengeschaltete WLAN-Sender wirkt wie eine Art Verstärker und kann das Signal zum Beispiel dann intensivieren, wenn Sie über mehrere Stockwerke oder Räume hinweg eine gute Internetrate haben wollen. Idealer Weise nutzen Sie dazu die Funktion „Crossband Repeating“, die viele Router mittlerweile unterstützen. Damit ist der Sender in der Lage, sowohl das 2,4- als auch das 5,0-Ghz-Band zu nutzen. Das Ergebnis ist eine höhere Reichweite bei gleicher Geschwindigkeit.

Tipp 6: Oldschool, aber wirkungsvoll

Eine weitere Maßnahme, mit der Sie Ihr WLAN-Netz entlasten können, klingt althergebracht, verfehlt aber ihre Wirkung nicht: Wenn Ihr PC ohnehin in unmittelbarer Nachbarschaft von Ihrem Router steht, dann verbinden Sie beide Geräte ganz einfach mit einem handelsüblichen LAN-Kabel. Das sichert für Ihren Computer die maximale Bandbreite und bringt allen anderen Teilnehmern, die über WLAN auf das Netzwerk zugreifen, eine bessere Verbindungsqualität.

Tipp 7: Voll auf Sendung mit 5 GHz

Moderne Geräte wählen inzwischen automatisch den Kanal aus, der am geringsten ausgelastet ist. Werden die WLAN-Standards 802.11n oder 802.11ac unterstützt, können Sie sogar auf das 5-GHz-Frequenzband ausweichen. Dazu müssen Sie nur wenige Einstellungen über das Konfigurationsmenü des Routers festlegen. In der Regel reicht es aus, im WLAN-Menü das 2,4-GHz-Frequenzband zu deaktivieren oder unter der Kategorie „Funknetz“ die 5-GHz-Option zu wählen. Die Reichweite des neuen Funkstandards ist zwar geringer, dafür ist die Übertragungsrate deutlich höher, und er ist weniger störanfällig – etwa bei einem hohen Signalaufkommen aus unterschiedlichen Quellen.

Sie sehen, dass die oben aufgeführten Tipps nicht kompliziert, aber wirkungsvoll sind. So können Sie mit wenigen Handgriffen und ohne zusätzliche Kosten für deutlich angenehmere Web-Erlebnisse auf Ihren WLAN-Endgeräten sorgen.

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Weitere Informationen

Wenn Sie noch mehr Informationen oder genaue Anleitungen für ein optimiertes WLAN suchen, empfehlen wir auch einen Blick in die Wissensdatenbank des Router-Herstellers FRITZ! (ehemals AVM) – dort finden Sie zu allen unterstützen Geräten umfangreiche Artikel mit Schritt-für-Schritt-Erklärungen, How-To-Videos und Links zu weiteren Tipps für Ihre FRITZ-Produkte. Der Eintrag WLAN-Funknetz der FRITZ!Box optimieren hilft Besitzern einer FRITZ!Box weiter. Nicht Ihr Gerät vorausgewählt? Kein Problem, dank des Betriebssystems FRITZ!OS können Sie diese Anleitung grundsätzlich bei jedem FRITZ!Box-Modell verwenden. Zudem gibt es über dem Eintrag ein Dropdown-Menü, in dem Sie einfach Ihr FRITZ!Box-Modell auswählen können, und schon wird Ihnen der passende Artikel angezeigt.

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