Wie Sie Shoppingfallen erkennen

Wie Sie Shoppingfallen erkennen

Shoppen im Internet wird immer beliebter. Die Umsätze der Onlinehändler steigen rasant, immer mehr Deutsche bestellen Bücher, Bekleidung, Unterhaltungselektronik, Spielwaren und viele andere Dinge im Internet. Doch was tun, wenn sich herausstellt, dass man auf Betrüger hereingefallen ist? Dieser Artikel gibt Auskunft, wie sich Shoppingfallen im Internet erkennen lassen und was zu tun ist, wenn man trotzdem in eine Shoppingfalle getappt ist.

Vor dem Schaden klug sein

Neben den allseits bekannten Onlinehändlern werben im Internet zahlreiche unbekannte Anbieter um die Gunst der Kunden. Auf der Suche nach einem bestimmten Produkt landet man unweigerlich auf Seiten, die man nie zuvor besucht hat. Und wenn das Objekt der Begierde gerade dort mit dem günstigsten Preis angeboten wird, greift man zu, überweist das Geld und hofft, dass die Ware auch wirklich ankommt.

Die gängigste Betrugsmasche im Internet sind Angebote zu sehr günstigen Preisen, die in Vorkasse bezahlt werden müssen. Die Ware selbst kommt aber nie an.

Informieren Sie sich daher vor dem Kauf über das Unternehmen, das hinter der Website steckt. Das ist im Impressum der Seite möglich. Ein Impressum ist nach § 5 des Telemediengesetzes (TMG) für „geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene Telemedien“ nämlich vorgeschrieben. Mit einem Firmennamen und einer Handelsregisternummer sind Sie schon einmal auf der sicheren Seite.

In jüngster Zeit bieten immer mehr chinesische und andere ausländische Firmen alle möglichen Produkte auf deutschen Seiten mit einer deutschen Domain an. Wenn Sie auch hier im Netz zusätzliche Informationen zum Unternehmen finden, können Sie davon ausgehen, dass es sich um seriöse Anbieter handelt – auch wenn die Preise astronomisch tief sind. Taucht der Firmenname aber auf keiner anderen Seite im ganzen Netz auf, ist Vorsicht geboten.

 

Geldtransfers meistens zu stoppen

Haben Sie sich trotz aller Skepsis zum Kauf hinreißen lassen und bezahlen online, ist das Geld noch nicht verloren. Die Verbraucherzentrale informiert über verschiedene Möglichkeiten, zumindest einen Teil davon zurückzuholen.

  • Banküberweisungen lassen sich nicht mehr rückgängig machen, wenn die Bank den Auftrag schon ausgeführt hat. Das wird sicher der Fall sein, da Sie den Betrug ja erst erkennen, wenn die Ware nicht kommt.
  • Sepa-Lastschriften lassen sich am einfachsten zurückholen. Eine berechtigte bzw. genehmigte Lastschrift können Sie innerhalb von acht Wochen ab dem Zeitpunkt der Abbuchung zurückbuchen lassen.
  • Kreditkartenzahlungen können im sogenannten Chargeback-Verfahren storniert werden.
  • Bei vielen Internet-Bezahldiensten wie PayPal springt der Käuferschutz ein.
  • Bei Bargeldtransferdiensten wie Western Union oder MoneyGram kann das Geld so lange zurückgerufen werden, bis es in der Filiale vom Empfänger persönlich abgeholt wird. Wenn Sie merken, dass Sie einem Betrüger aufgesessen sind, müssen Sie sehr schnell die Betrugshotline des Anbieters anrufen.

Widerrufsrecht auch bei gefälschten Waren anwendbar

Schwieriger ist die Angelegenheit, wenn Sie sich auf eine Seite verirren und dort Waren bestellen, die sich als Plagiate herausstellen. Der Nachweis, dass es sich um Fälschungen handelt, ist nämlich schwierig zu erbringen. Besser ist ein anderer Weg: Grundsätzlich steht Onlinekäufern ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu – und das ohne Angabe von Gründen. Insofern ist es wohl am klügsten, zuerst diese Variante zu probieren.

Reagiert der Onlinehändler nicht und behält das im Voraus gezahlte Geld, scheuen Sie sich nicht, Anzeige zu erstatten.

Lassen Sie sich von den schwarzen Schafen, die sich im Internet tummeln, aber nicht beirren. Sicher ist Vorsicht geboten – so wie bei Haustürgeschäften oder anderen dubiosen Angeboten auch. Im Onlinehandel wurden im vergangenen Jahr über 53 Milliarden Euro umgesetzt, und immer mehr Kunden nutzen diese bequeme – und überwiegend sichere – Methode des Einkaufs ohne Probleme.