Sohn mit Sparschwein und Hände der Eltern

Sparen leicht gemacht – mit Preisvergleichsportalen Geld sparen

Um Preise zu vergleichen und den günstigsten Tarif zu finden, informiert sich fast jeder zweite Internetnutzer auf Vergleichsportalen. Ob bei der Stromrechnung, bei Flugreisen, dem Autokauf oder der Wohnungseinrichtung – Vergleichsportale im Internet zeigen den Weg, wie und wo man richtig Geld sparen kann. Doch Vorsicht: Nicht immer sind die günstigsten Angebote auch die besten. Und nicht alle Preissuchmaschinen arbeiten seriös. Lesen Sie im folgenden Blogartikel, wie Sie Vergleichsportale richtig nutzen.

Orientierung für preisbewusste Konsumenten und Schnäppchenjäger

Im Internet lassen sich die Preise für nahezu jede Dienstleistung und jedes Produkt miteinander vergleichen. Knapp 71 Prozent der Befragten einer Statista-Umfrage gaben im vergangenen Jahr an, bei der Planung größerer Anschaffungen immer zuerst im Internet zu recherchieren. Allerdings treffen sie hier auf unzählige Anbieter und noch mehr Tarife. Zu Hilfe kommen den preisbewussten Konsumenten und Schnäppchenjägern im Internet die Vergleichsportale. Das sind Plattformen, auf denen die Preise für Dienstleistungen und Produkte verschiedener Anbieter entsprechend der Suchanfrage der Nutzer gegenübergestellt werden. Das spart Zeit für die Verbraucher und erleichtert die Entscheidungsfindung.

Es gibt Generalisten unter den Vergleichsportalen wie verivox.de oder Check24.de, die wie in einem Bauchladen alles Erdenkliche preiswert anbieten, sowie die Spezialisten wie finanzcheck.de, geld.de oder stromauskunft.de, die sich auf eine Branche konzentrieren. Die meisten Vergleichsportale werden von privaten Unternehmen betrieben, jedoch veröffentlichen auch einige Verbraucherorganisationen Preisvergleiche.

Schlüsselprinzipien für mehr Transparenz

Angesichts der Vielzahl der Vergleichsportale und der Dominanz einzelner Plattformen hat die Europäische Kommission bereits vor vier Jahren „Schlüsselprinzipien für Vergleichsinstrumente“ erstellt, um unfaire Praktiken einzelner Portale zu unterbinden und die Transparenz für die Verbraucher zu erhöhen. Der Prinzipienkatalog der EU-Kommission „Key Principles for Comparison Tools“ enthält neun Empfehlungen zu Objektivität und Transparenz, unter anderem zu Rankings, Marktabdeckung, Datenaktualität, Kundenbewertungen, Nutzerfreundlichkeit und Kundenservice. Die meisten Vergleichsportale bekennen sich zu diesen Prinzipien. Tatsächlich aber sollte der Kunde den Portalen nicht blind vertrauen. Das Bundeskartellamt hat im vergangenen Jahr Internetvergleichsportale aus z.B. den Bereichen Reise, Energie, Versicherungen oder auch Finanzen unter die Lupe genommen. Das Fazit der Behörde fiel kritisch aus: „Der Verbraucher kann sich nicht immer darauf verlassen, bei einem Vergleichsportal tatsächlich das für ihn beste Angebot zu finden.“

In der Tat berücksichtigen Preissuchmaschinen meist nicht alle Anbieter und Produkte auf dem Markt. Sie zeigen bestimmte Ergebnisse besonders weit oben im Ranking oder besonders hervorgehoben an, wenn die Anbieter dafür zahlen, warnt die Verbraucherzentrale.

Voreingestellte Filter beeinflussen die Suchergebnisse der Kunden. Außerdem haben Preissuchmaschinen nicht zwangsläufig die besten Angebote. Manchmal sind Angebote dort teurer als beim Anbieter selbst. All das ist aber kein Hinderungsgrund, die Vergleichsportale zur Unterstützung des Kaufprozesses heranzuziehen. Man sollte sie nur richtig nutzen:

  • Suchen Sie nach Ihrem Projekt der Begierde nicht nur auf einem Vergleichsportal, sondern schauen Sie sich auf weiteren Portalen um.
  • Vergleichen Sie Angebote und Preise sowie Vertragsbedingungen auf der Seite der Online-Portale mit denen des Anbieters selbst. Insbesondere bei Flugreisen haben die Airlines oft bessere Konditionen als die Vergleichsportale.
  • Beachten Sie, dass ein Vertrag mit der Vermittlungsplattform selbst oft nicht ausreicht, sondern auch ein Vertrag mit dem Erbringer der eigentlichen Dienstleistung oder dem Verkäufer eines Produktes geschlossen werden muss. Informieren Sie sich, wer genau Ihr Vertragspartner ist, das heißt, wer im Falle von Problemen mit der gekauften Dienstleistung oder dem gekauften Produkt für Schäden aufkommt.
  • Schauen Sie sich die Voreinstellungen der Vergleichsportale an und passen Sie die Suchkriterien an Ihre individuellen Bedürfnisse an. Ändern Sie gegebenenfalls das voreingestellte Ranking.

Wenn Sie die Vergleichsportale kritisch betrachten und sich nicht nur auf einen Anbieter verlassen, sollten sie Ihnen nützliche Ratgeber für Ihren Einkauf im Internet sein.