Podcasts – von der Nische zum absoluten Hype

Podcasts – von der Nische zum absoluten Hype

Schnell was auf die Ohren – Podcasts liegen im Trend. Unkompliziert lassen sich die Audiobeiträge in den Alltag einbauen: Beim Pendeln lauscht man dem Krimi, beim Putzen dem Reisebericht, und im Wartezimmer erfährt man, wie die Mondlandung damals ablief. Podcasts sind cool, abwechslungsreich und vermitteln Wissen. Nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Unternehmen dafür interessieren und sie in ihre Kommunikation einbauen. Über Chancen und Herausforderungen des Audio-Trends.

Podcast? Was ist das?

Früher waren es Hörspiele, heute sind es Podcasts. Anders gesagt: Podcasts sind Audiobeiträge aller Art. Man streamt sie im Internet oder lädt sie aufs Endgerät. Die Themenvielfalt ist grandios und umfasst Unterhaltung, Wissen, Weiterentwicklung, Trends und vieles mehr. Das Kunstwort Podcast setzt sich zusammen aus der Abkürzung Pod für Play on demand (auf Abruf spielen) und Cast für Broadcast (Rundfunk). Auch Videobeiträge werden teilweise als Podcasts bezeichnet.

Wer hört das?

Sehr viele Menschen – und der Markt wächst. In einer Statista-Befragung gaben 16 Prozent der deutschen Teilnehmer an, sich wöchentlich Podcasts anzuhören. Im Durchschnitt konsumieren Podcast-Fans regelmäßig drei Sendungen, hat die Unternehmensberatung Simon-Kucher herausgefunden. Und Bitkom geht davon aus, dass vor allem junge Leute den Trend vorantreiben, denn mehr als jeder Dritte der 16- bis 29-Jährigen lädt sich Podcasts herunter.

Warum Unternehmenspodcasts?

Weil sich damit die unterschiedlichsten Kommunikationsziele erreichen lassen – wenn der Podcast gut gemacht wird:

  • Hörer und Kunden aufs Unternehmen aufmerksam machen
  • Kundenbindung stärken und neue Kunden erreichen
  • Führungskräfte bekannt machen, sie kompetent und sympathisch präsentieren
  • Besondere Botschafter des Unternehmens etablieren (Fachkräfte, Azubis, Urgesteine)
  • Expertenstatus der Firma betonen
  • Employer Branding betreiben
  • Transparenz zeigen
  • Einen zusätzlichen Recruiting-Kanal schaffen
  • Hörer unterhalten und bilden – damit indirekt die eigene Marke stärken
  • Interne Kommunikation verändern (durch direkte Ansprache, Erklären komplizierter Prozesse, Weiterbildungscontent)
  • Mitarbeiterbindung verstärken

Wer tut es?

Zum Beispiel die AOK, Audi, BMW Motorrad, Telekom, Greenpeace, Hornbach, der Tierpark Hellabrunn, der Wiener Flughafen und unzählige andere Unternehmen und Organisationen – mit völlig unterschiedlichen Formaten, Längen, Zielsetzungen.
Wie hoch ist der Aufwand?
Wenn etwas Ordentliches dabei herauskommen soll: nicht ganz klein. Planung, Vorbereitung, Produktion, technische Bearbeitung, Veröffentlichung, Werbung – das alles muss auch beim kleinsten Audiobeitrag geleistet werden.

Welches Format braucht der Podcast?

Da gibt es keine Regel, denn der Podcast muss zum Unternehmen passen und aufs beabsichtigte Kommunikationsziel einzahlen. Wie lautet dieses Ziel? Mehr Bewerber? Eine bessere interne Kommunikation? Neue Kunden? Von Ihrem Ziel hängt ab, ob Sie lieber einen Experten referieren lassen, eine Interviewreihe aufsetzen oder Reportagen aus dem Unternehmen senden. Und weitere Fragen sollten Sie vorab klären: Gibt es einen Sprecher oder mehrere? Wie lang werden die Beiträge? Wie oft wird gesendet? Was sind die Themen? Stimmt – das sind viele Entscheidungen rund um den Podcast …

Wie kommt der Podcast an?

Den Erfolg eines Podcasts zu messen, ist nicht ganz einfach, aber es gibt Anhaltspunkte: Download-Zahlen, Hördauer, Hörerbefragungen und das Monitoren von Feedbacks. Nicht jeder Podcast-Hoster liefert allerdings alle gewünschten Zahlen – besser, Sie klären im Vorfeld, was Sie benötigen und wer das bietet.

Als Gastredner in etablierten Podcasts

Noch ein Tipp zum Abschluss, wenn Ihnen ein eigener Unternehmenspodcast zu aufwendig ist: Nehmen Sie Kontakt auf zu etablierten Podcast-Anbietern auf und bieten Sie an, dort Ihre Experten zu Wort kommen zu lassen. Auch das ist ein gangbarer Weg, möglichen Kunden Ihr Unternehmen über die Ohren nahezubringen.