Keine Chance für Datendiebe: So machen Sie Ihr Smartphone in fünf Schritten sicher

Fünf Schritte zum Schutz persönlicher Daten auf dem mobilen Endgerät

Nicht nur der Computer und Notebooks, auch unsere Smartphones sind ein Sammelbecken für Informationen, die Rückschlüsse auf unsere Person zulassen. Deshalb ist es wichtig, das eigene Smartphone gegen unerwünschte Zugriffe zu schützen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit wenigen Handgriffen für mehr Sicherheit auf Ihren mobilen Endgeräten sorgen.

Diese Tendenz ist alles andere als erfreulich: Laut dem „Cyber Attack Trends: 2019 Mid-Year Report“ hat sich die Zahl der Angriffe auf Smartphones und mobile Geräte in der zweiten Jahreshälfte 2019 verdoppelt. Klau und Manipulation von Daten stehen hoch im Kurs, allem voran Malware- und Phishing-Attacken. Wer also nicht möchte, dass persönliche Informationen wie Kontakte, Kontoinformationen oder Chatprotokolle ausgespäht werden, der sollte einige wichtige Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz seiner Smartphone-Daten ergreifen.

Schritt 1: Immer gut abschließen

Wählen Sie ein sicheres Verfahren, um den Bildschirm Ihres Endgeräts zu sperren. So banal dieser erste Hinweis auch klingen mag, er ist unabdingbar, um sowohl Daten als auch Privatsphäre auf Ihrem Smartphone zu schützen. Sie können eine vier- oder sechsstellige PIN eingeben, ein Wischmuster festlegen, Ihren Fingerabdruck scannen oder Ihr Gesicht erkennen lassen. Die bei Weitem sicherste und am schwierigsten zu knackende Variante ist allerdings ein Passwort. Dieses sollte eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen und Zahlen sein. Und natürlich gilt hier das Gleiche wie für Ihre Bankkarte: Heben Sie die Notiz mit Ihrer PIN oder Ihrem Passwort immer getrennt von Ihrem Smartphone auf.

Schritt 2: Unnötige Verbindungen abschalten

Wenn Sie Bluetooth oder W-LAN gerade nicht zur Datenübertragung benötigen, dann deaktivieren Sie den Empfang auf Ihrem Handy. So schonen Sie nicht nur den Akku, Sie minimieren zugleich das Risiko einer Cyber-Attacke erheblich. Bei der direkten Kopplung Ihres mobilen Telefons mit anderen Geräten, etwa via USB oder Bluetooth, sollten Sie stets vorher überprüfen, ob die betreffenden Geräte auch vertrauenswürdig sind. Ansonsten fangen Sie sich schnell Software ein, die auf Ihrem Smartphone für Schaden sorgen kann. Vorsicht ist übrigens auch in fremden W-LAN-Umgebungen, beispielsweise im Hotel oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, geboten. Die Daten können unter Umständen vom Betreiber des Funknetzes ausgelesen werden – insbesondere dann, wenn der Zugang unverschlüsselt erfolgt. Seiten, bei denen Sie ein Passwort eingeben müssen, sollten Sie deshalb nur aus Netzen besuchen, bei denen Sie absolut sicher sind, dass diese nicht von Dritten ausgelesen werden können.

Schritt 3: Informationen verschlüsseln

Hacker sind gewieft – und sind mit den richtigen Programmen ohne Weiteres in der Lage, Ihr Smartphone trotz Code-Sperre auszulesen. Deshalb sollten Sie besonders sensible Daten wie etwa Kennwörter, Kontonummern oder Ihre Personalausweis-ID unleserlich machen. Das funktioniert mit sogenannten Verschlüsselungsprogrammen. Diese sind zum Teil auf Ihrem Smartphone vorinstalliert. Alternativ können Sie sich Apps zur Absicherung von Chat, E-Mail-Verkehr und sogar Telefonie herunterladen. Eine Übersicht über Verschlüsselungssoftware für Ihr Smartphone finden Sie zum Beispiel hier.

Schritt 4: Augen auf bei Apps

Bei jeder App, die Sie auf Ihrem Smartphone installieren, sollten Sie sich über die Quelle im Klaren sein. Ist der Ursprung der App sicher, sind die Absichten der Anbieter offensichtlich und vertrauenswürdig? Sobald Sie Zweifel haben, verzichten Sie lieber auf den Download einer ominösen Software. Für bereits installierte Apps gilt: Regelmäßige Updates sind das A und O, wenn Sie wollen, dass Ihre mobilen Anwendungen stets auf dem neuesten Sicherheitsstand sind. Wir empfehlen, automatische Update-Funktionen zu aktivieren, damit etwaige Sicherheitslücken auf Ihrem Smartphone so schnell wie möglich wieder geschlossen werden können.

Schritt 5: Undercover im Web

Alle gängigen Smartphone-Browser haben eine Funktion, mit der Sie anonym im Internet surfen können. Bei Chrome heißt dieser Modus „Incognito“, im Mozilla Firefox öffnen Sie einfach ein „neues privates Fenster“, und in Safari von Apple nutzen Sie die Option „Privat“. Wenn Sie allerdings ganz sicher gehen wollen, im Netz keine Spuren zu hinterlassen, dann können Sie zusätzlich Apps wie Orbot, Hotspot Shield VPN & Proxy, SurfEasy VPN, p≡p oder, falls Sie iPhone-Anwender sind, den Onion Browser für das Tor-Netzwerk nutzen, um Ihre Identität im Internet zu verbergen. Sie nutzen VPNs, also Virtual Private Networks, sogenannten Proxy-Server oder eben die Tor-Technologie, um Sie während des Surfens unsichtbar zu machen.

Diese fünf einfachen Tipps schützen Sie davor, über Ihr Smartphone von Dritten ausgespäht zu werden. Da das Interesse an persönlichen Daten groß und auch die kriminelle Energie zahlreicher Smartphone-Spione ausgeprägt ist, werden derartige Maßnahmen künftig sicher noch an Bedeutung gewinnen.