Was Kinder und Eltern über Recherche im Internet wissen sollten

Obwohl Kinder und Jugendliche heute mit Computer, Handy und Internet aufwachsen, fallen ihnen die Beurteilung von Informationen aus dem Netz sowie die Bewertung von Online-Quellen oft schwer. Welche Informationen sind seriös, wem kann man trauen? Lesen Sie im folgenden Beitrag, wie Sie Ihrem Kind helfen können, Quellen einzuschätzen und Inhalte im Internet richtig zu beurteilen.

Wissen, was die Kinder wollen

Schüler jeder Altersstufe nutzen das Internet heute für Schulaufgaben. Matheaufgaben wie 2 + 8 + 6 – 3 können schon die ganz Kleinen von Google lösen lassen. Probleme mit Orthografie und Grammatik? Der Online-Duden hilft weiter. Für Referate in Geschichte, Geografie oder vielen anderen Fächern bietet das World Wide Web eine unüberschaubare Fülle an Informationen. Und natürlich verbringen Kinder und Jugendliche viel Zeit im Netz – ganz unabhängig von der Schule –, um sich über Themen zu informieren, die sie interessieren wie Sport, Spiele, Politik, Mode oder Kosmetik.

Finden Sie daher zuerst heraus, was Ihr Kind im Internet eigentlich sucht und auf welche Seiten es bei der Recherche seiner liebsten Themen geführt wird. Interessieren Sie sich für die Netz-Aktivitäten Ihres Kindes. Je mehr Sie über seine Vorlieben im Internet wissen, desto besser können Sie mit ihm gemeinsam über gute und schlechte Internetseiten reden.

Frage Nummer eins: Wer steckt dahinter?

Schon bei der Auswahl der Suchmaschinen scheiden sich die Geister. In Deutschland ist Google die Nummer eins. Erklären Sie Ihrem Kind, dass die Welt aus mehr besteht als aus Google. Es gibt zig Möglichkeiten, im Internet zu recherchieren. Von Rankings zu den besten Suchmaschinen sollten Sie sich dabei nicht leiten lassen. Wichtig ist, dass Sie gute Erfahrungen bezüglich Art der Quellen oder Datenschutz mit einer Suchmaschine gemacht haben. Geben Sie dieses Wissen an den Nachwuchs weiter. Erklären Sie ihm, warum Sie diese oder jene Suchmaschine bevorzugen. Oder diskutieren Sie mit Ihrem Kind über die Vor- und Nachteile dieser und jener Suchmaschine, denn nicht selten kennen sich Kinder und Jugendliche in diesem Metier besser aus als ihre Eltern.

Wichtig ist, dass Ihr Kind ein Gespür dafür entwickelt, wer welche Informationen warum in das Internet stellt. Die Frage, wer hinter einer Website steckt, sollte spätestens dann eine Rolle spielen, wenn man diese Seite nutzt, um Informationen weiterzuverarbeiten. Jede Seite muss ein Impressum haben. Taucht dieses auf der Homepage oder auf dem Blog nicht auf, sollte sich Ihr Kind auf keinen Fall weiter mit den Inhalten beschäftigen.

Vertrauen in die Quelle ist gut, Kontrolle ist besser

Die verlässlichsten Quellen im Internet sind wohl die Institutionen, die man auch aus dem Leben jenseits des Internets kennt: staatliche Einrichtungen wie Ministerien, Statistikämter, Universitäten oder Behörden. Bei diesen Institutionen kann man zumindest davon ausgehen, dass Zahlen und Fakten stimmen. Auch bekannten Zeitungen, TV-Sendern oder Nachrichtenagenturen, die dem Pressekodex verpflichtet sind, ist in der Regel zu trauen. Viele Redaktionen weisen in ihrem Impressum darauf hin, dass sie den Pressekodex als Maßstab für ihre journalistische Arbeit anerkennen – wobei eine Gegenrecherche trotzdem sinnvoll ist. Auch seriöse Zeitungen sind schon auf Fake News hereingefallen.

Auch Verbände publizieren Informationen, mit denen man gut arbeiten kann. Da Verbände eine Satzung haben, aus der hervorgeht, welche Interessen sie verfolgen, weiß man, mit wem man es zu tun hat.

Spaß und schnelles Internet für gründliche Recherche

Beherrscht wird das Internet natürlich von privaten Anbietern, die es in erster Linie für Marketing-Zwecke nutzen. Das bedeutet nicht, dass die Informationen, beispielsweise auf Unternehmensseiten, nicht seriös sind – im Gegenteil. Oft finden sich hier Hintergrundberichte zu einzelnen Sachverhalten, die in den Medien nicht erscheinen. Die Original-Presseinformationen auf den Webseiten sind oft informativer als die Berichte in den Zeitungen. Allerdings sollte man über die Selbstdarstellung hinwegsehen.

Sensibilisieren Sie Ihr Kind dafür, was ein Unternehmen, ein Blogger oder ein Journalist mit seiner Veröffentlichung beabsichtigt. Es sollte lernen, zwischen PR-Beiträgen und sachlichen Informationen zu unterscheiden.

Insgesamt gilt, dass man sich möglichst nicht auf eine einzige Quelle verlassen sollte. Ihr Kind sollte Spaß daran haben, gründlich im Netz zu recherchieren. Unterstützen Sie es mit einer schnellen und stabilen Internetverbindung dabei, die Welt des World Wide Web zu erkunden. Nutzen Sie dafür beispielsweise die Angebote von Netcom Kassel – egal ob einen Breitbandtarif für das Ausbaugebiet Nordhessen, den flexiblen Ausbau Ihres eigenen Wunschtarifs oder das Hochleistungsinternet dank Glasfaser.