Tipps für Handy-Messies: So gelingt der Hausputz im mobilen Datenspeicher

Gefühlt ist so ein Handyspeicher mittlerweile ja unendlich groß – bis die Smartphone-Kamera dann am siebten Urlaubstag den Dienst verweigert, weil für den perfekten Schnappschuss kein Platz mehr ist. Schade. Doch letztlich verhält es sich mit der Speicherkapazität von mobilen Endgeräten wie mit Kellern, Dachböden und großen Kofferräumen: Wer viel Platz hat, der lagert auch viel ein. Während die Aufräum-Queen Marie Kondō Millionen von Fans weltweit zu entrümpelten Schränken verholfen hat, haben wir ein paar nützliche Tipps für einen aufgeräumten Handy-Datenspeicher.

Tipp #1: Speicherfresser finden und Aufräum-Tools benutzen

Sowohl Android-Handys als auch iPhones verfügen über integrierte Funktionen, mit denen sich der Speicherplatz analysieren lässt. Bei Apple ist diese in den Einstellungen unter Allgemein, Speicher & iCloud-Nutzung, Speicher verwalten zu finden. Bei Android-Geräten versteckt sich dieses Feature ebenfalls unter Einstellungen und dort dann unter Optionen und Speicher. Wer auf externe Tools zurückgreifen möchte, um speicherintensive Daten und Anwendungen zu identifizieren, der kann das für Android mit kostenlosen Cleaner-Apps wie z.B. DiskUsage, Fancy Cleaner 2021, Phone Cleaner oder SD Maid tun. Für das iPhone empfehlen sich unter anderem iMyfone Umate, Wondershare SafeEraser oder PhoneClean. Die Vorteile externer Tools liegen in der Regel in einer besseren Visualisierung und Übersichtlichkeit der Analyseergebnisse. Einige Apps warten außerdem mit zusätzlichen Funktionen zur Speicherverwaltung auf.

Tipp #2: Cache leeren und Streaming einschränken

Oft sind es neben Bild- und Videodateien gar nicht die Apps, mit denen wir unsere Speicher vollmüllen, sondern vielmehr die temporären Dateien, die sie fortlaufend erzeugen. Klar hat das auch Vorteile, wie etwa einen schnelleren Anwendungsstart – auf dem Handy wird es dadurch allerdings enger. Deshalb ist es sinnvoll, den Cache regelmäßig zu leeren. Ein Job, der mit wenigen Handgriffen erledigt ist: Einfach unter Einstellungen und Apps auswählen, welche App aufgeräumt werden soll, dann dort auf Speicher gehen und den Button „Cache leeren“ aktivieren, fertig. Wahrscheinlich wird Ihnen dabei auffallen, dass Musik-Streaming-Apps ganz besonders viele Inhalte in den Cache schieben. Legen Sie deshalb in den App-Einstellungen fest, wie viel Zwischenspeicher solche Anwendungen maximal belegen dürfen.

Um den Cache auf dem iPhone zu leeren, müssen Sie zunächst die Anwendung “Safari” in den Einstellungen öffnen. Scrollen Sie weiter runter und klicken Sie auf „Verlauf und die Websitedaten löschen“. So haben Sie schon ganz einfach etwas für Ihren Handyspeicher getan.

Tipp #3: Daten in die Cloud auslagern

Sie kennen das: Ist erst einmal alles schön ordentlich, aufgeräumt und sauber, möchte man eigentlich gar nicht mehr so recht etwas daran ändern. Müssen Sie auch nicht. Zumindest nicht, was den Datenspeicher auf dem Handy betrifft. Entweder lösen Sie das Ganze hardwareseitig und legen eine weitere SD-Karte ein – oder Sie nutzen stattdessen einfach einen Cloud-Dienst, zum Beispiel den von Google. Der Digitalkonzern bietet für jeden privaten Account 15 Gigabyte kostenlosen Cloud-Speicher. Die Google Fotos App ist auf den meisten Android-Handys vorinstalliert und muss nur per Einstellung die Erlaubnis zum Speichern von Bildern erhalten. Alternativen sind zum Beispiel Dropbox oder Microsoft OneDrive. Für iPhone-Nutzer bietet sich mit der iCloud ebenfalls ein Standardtool aus der Apple-Familie, allerdings kommen hier auch Dienste zum Beispiel vom Internet-Host Web.de als dezentrale Fotoablage infrage.

Wer diese drei Tipps beherzigt, ist in Sachen Handyspeicher auf dem besten Wege vom Messie zum Monk. Schön ordentlich kann es allerdings nur dann bleiben, wenn auch die erforderlichen Datenraten zur Synchronisierung mit Cloud-Speichern gegeben sind – ein Leistungsmerkmal, das bei der Wahl des Providers sicherlich ganz oben auf der Must-have-Liste rangieren sollte. Wer auf hohe Upload-Raten wie die von Netcom Kassel setzt, für den wird die regelmäßige Daten-Synchronisierung im heimischen Netzwerk so easy wie das tägliche Wohnzimmeraufräumen.