Immer mehr soziale Medien

Virtuelle Gemeinschaften im Internet, auch soziale Medien genannt, haben sich in den vergangenen Jahren in unserer Gesellschaft etabliert. Parallel zum Aufbau eines leistungsstarken Internets entstehen immer neue soziale Plattformen. Manche werden groß und entwickeln sich zu Marktführern, andere verschwinden wieder. Finden Sie im folgenden Beitrag einen Überblick über die Entwicklung der meistgenutzten sozialen Medien.

1996 wird ICQ von einem israelischen Start-up gegründet. ICQ gilt als erster Instant-Messaging-Dienst der Welt. Bereits 1998 wird er an AOL verkauft, das ihn später weiter an die russische mail.ru Group verscherbelt. Der Dienst existiert noch heute; zuletzt wurde ICQ New im Februar 2022 aktualisiert. Die Zahl der Nutzer sank mit Auftauchen von Facebook aber rasant.

2002 wird LinkedIn im Wohnzimmer des Mitbegründers Reid Hoffman ins Leben gerufen und geht am 5. Mai 2003 online. Im Dezember 2016 übernimmt Microsoft das sogenannte Karriereportal. Dieses webbasierte soziale Netzwerk soll in erster Linie der Pflege von Geschäftskontakten dienen.

2003 erblickt mit Xing das erste Netzwerk im und für den deutschsprachigen Raum das Licht der Welt. Gründer ist der Hamburger Unternehmer Lars Hinrichs. Auf XING vernetzen sich Berufstätige aller Branchen, meist mit der Absicht, neue Jobs und Inspirationen für die Karriere zu finden. Im November 2009 verkauft Hinrichs die Mehrheit seiner Xing-Beteiligung an die Burda Digital GmbH.

2005 taucht das Videoportal YouTube des US-amerikanischen Unternehmens YouTube, LLC. auf. Ein Jahr später hatte es Google LLC. bereits übernommen. Einer der Gründer, Jawed Karim, wurde übrigens in Deutschland, in Sachsen-Anhalt, geboren. Als erstes Video auf der Plattform gilt „Me at the zoo“, in dem Jawed Karim vor einem Elefantenkäfig steht und erklärt, wie cool das ist.

2005 kommt das deutsche Netzwerk studiVZ auf den Markt. Gegründet von studiVZ Ltd., das von 2007 bis 2012 zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehörte, werden später die Ableger SchülerVZ und meinVZ etabliert. Die Plattform wechselt mehrmals die Besitzer und den Namen. Mit dem Eintritt von Facebook schrumpften die Nutzerzahlen beträchtlich. 2017 musste die poolworks (Germany) Ltd. Insolvenz anmelden. Obwohl eine Schließung der VZ-Plattformen mehrmals angekündigt wurde, existieren studiVZ und meinVZ noch heute.

2006 geht Twitter online. Gründer des Kurznachrichten-Dienstes ist die Twitter Inc. mit Sitz in San Francisco. 2012 lässt sich Twitter in Berlin nieder; heute ist das Deutschlandbüro in Hamburg ansässig.

2010 wird Facebook etabliert, das größte soziale Netzwerk der Welt. Hier treffen sich Freunde virtuell und teilen Informationen über sich und andere. Zu den Gründern gehört Mark Zuckerberg, der heutige CEO. Die Facebook Inc. ist Teil des amerikanischen Unternehmens Meta Platforms, das unter anderem auch Instagram betreibt und 2014 den Messenger-Dienst WhatsApp kaufte sowie den Facebook-Messenger-Dienst etablierte.

2010 erscheint Instagram auf der Bildfläche – das Netzwerk mit Fokus auf die Veröffentlichung von Videos und Fotos. Dieser Kanal gehört ebenfalls zur Familie von Meta Platforms.

2010 tritt Pinterest in Erscheinung – eine Online-Pinnwand für Grafiken und Fotos. Hier geht es darum, Informationen, vor allem aber Fotos, je nach Interessengebiet zu teilen.

2011 stößt der Messenger-Dienst Snapchat zur Szene, gegründet ebenfalls in Kalifornien. Er verfügt über fast alle Funktionen, die andere soziale Plattformen auch anbieten, unterscheidet sich von ihnen aber unter anderem durch die Tatsache, dass die Nachrichten, Fotos und Videos nach kurzer Zeit gelöscht werden.

2016 betritt das chinesische Videoportal TikTok die Bühne und mischt mit vielen Gute-Laune-Videos seitdem den Markt der sozialen Medien auf. Neben der Veröffentlichung von Kurzvideos besteht der Gag der Plattform darin, dass Videos mit anderen Stimmen unterlegt werden können.

Kein Ende der Fahnenstange

Gemessen an den Seitenaufrufen war Facebook im Januar 2022 Marktführer unter den Social-Media-Plattformen in Deutschland. Nach Angaben des Statistik-Portals Statista kam Facebook zu diesem Zeitpunkt auf einen Marktanteil von rund 71,24 Prozent. Mit großem Abstand folgte Pinterest mit einem Marktanteil von rund 7,62 Prozent an den Seitenabrufen. Twitter landete in Deutschland auf Platz drei der meistgenutzten sozialen Medien, gefolgt von Instagram.

Sicher kann man davon ausgehen, dass das Ende der Fahnenstange bei der Etablierung neuer sozialer Plattformen noch längst nicht erreicht ist. Die immer höhere Geschwindigkeit der Datenübertragung mit Bandbreiten bis zu 100 MBit/s, wie sie beispielsweise das Unternehmen Netcom Kassel anbietet, eröffnet neue Möglichkeiten, über soziale Medien nicht nur zu rezipieren, sondern selbst zu agieren, gemeinsam mit Freunden oder Fremden aus der ganzen Welt seinem Hobby nachzugehen, seine Meinung öffentlich kundzutun, persönliche Nachrichten zu versenden oder sich selbst in Szene zu setzen.

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