Digitale Helfer für Selbstständigkeit bis ins hohe Alter

Ob digitales Schwimmbad-Ticket, Pizza-Bestellung über die App oder die Online-Sprechstunde beim Hausarzt – moderne Technologien sind bei Weitem nicht nur in der Berufswelt gefragt. Doch wie ist es um die Generationen bestellt, die nicht mit Bits und Bytes aufgewachsen sind? Ist den Seniorinnen und Senioren unserer Gesellschaft die digitale Teilhabe wirklich sicher? Ein wichtiges Thema, das wir in diesem Blog-Artikel näher beleuchten.

Höhere Semester verpassen Anschluss

Manch einer muss sich nur ein wenig reinfuchsen und dann läuft das schon mit den digitalen Anwendungen – doch so technikaffin ist bei Weitem nicht jeder. Denn mal Hand aufs Herz: Selbst die digital fitten Millennials raufen sich bisweilen die Haare, wenn das Passwort nicht mehr aufzufinden ist oder die gewünschte Anwendung aus unerfindlichen Gründen nicht mehr auf den Cloud-Speicher zugreifen kann. Doch wie steht es um Menschen, die deutlich vor den 50er-Jahren geboren sind? Die Initiative D21 sieht mittlerweile Zeichen dafür, dass Seniorinnen und Senioren den Anschluss verpassen, wenn es um Digitalkompetenz geht. Der D21-Digital-Index zeigt zunächst einmal, dass die Internetnutzung mit zunehmendem Alter deutlich zurückgeht: Während 70 Prozent der 70- bis 74-Jährigen regelmäßig online sind, gehen nur noch 48 Prozent der 75- bis 79-Jährigen ins World Wide Web. Zudem sind über die Hälfte der 60- bis 64-Jährigen in der Lage, Inhalte in soziale Netzwerke einzustellen. Ab einem Alter von 79 Jahren sind es allerdings nur noch 15 Prozent.

Hilfssysteme unterstützen im Alltag

Sicherlich ist diese Entwicklung kein Grund zum Schwarzsehen – schließlich lässt es sich auch ohne Instagram und stattdessen mit dem bewährten Fotoalbum gut leben. Es gibt allerdings eine Reihe von digitalen Anwendungen, die einen wertvollen Beitrag zu einem selbstbestimmten Leben bis ins hohe Alter leisten können. Denn viele ältere Menschen sind in ihrem Haushalt auf sich gestellt. Laut destatis gab es in Deutschland im Jahr 2019 knapp sechs Millionen Alleinlebende über 65 Jahre. Es ist ganz natürlich, dass in diesem Alter langsam die Sehkraft nachlässt, die Mobilität eingeschränkter wird und das eine oder andere in Vergessenheit gerät. Deshalb sind altersgerechte, digitale Assistenzsysteme oft eine hervorragende Lösung, um kleinere und größere Schwächen auszugleichen.

„Alexa, erinnere mich an …“

Die Liste hilfreicher Szenarien ist lang; sie reicht von der Erinnerung über Sprachassistenzsysteme wie Alexa, Siri oder Cortana bis hin zur automatisierten Lichtsteuerung und intelligenten Fensterschließanlagen. Ebenso sinnvoll können smarte Uhren und Medikamentenspender sein, wenn es um gesundheitliche Fragen geht. Mehr Sicherheit bieten Abschaltautomatiken und Alarmsysteme. Schon diese wenigen Beispiele machen deutlich, wie sinnvoll der Einsatz digitaler Technik sein kann, um die gesellschaftliche Teilhabe bis ins hohe Alter zu ermöglichen. Gleiches gilt für die Kommunikation, die auch und gerade für Seniorinnen und Senioren einen hohen Stellenwert hat. Insbesondere Videotelefonie hat sich in den vergangenen Monaten zu einer Anwendung entwickelt, die für viele nicht mehr wegzudenken ist. Denn wer jederzeit den Kontakt mit Kindern und Enkeln pflegen möchte, der ist mit Skype, Zoom & Co. gut bedient. Der Markt für leicht zu bedienende Endgeräte ist inzwischen übrigens ebenso vielfältig wie die Apps, die man auf ihnen betreiben kann. Zu kleine Tasten, Schriften oder sonstige Bedienhürden sind damit obsolet.

Starke Internetverbindung fördert Teilhabe

An all diesen Anwendungen, insbesondere in seniorengerechten Smarthome-Umgebungen und bei der Bereitstellung videobasierter Kommunikationsanwendungen, werden große Mengen an Daten zwischen verschiedenen Endgeräten ausgetauscht. Der Datenverkehr, der dadurch entsteht, kann nur reibungslos fließen, wenn der zugrunde liegende Zugang zum Internet optimal auf diese hohen Anforderungen ausgerichtet ist. Deshalb ist eine stabile und durchsatzstarke Internetverbindung gerade für ältere Personen von großer Bedeutung. Egal, ob der Anwender Web-affin oder eher technikverdrossen ist – wir von Netcom Kassel leisten mit unseren Glasfaser- und Breitbandangeboten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Menschen aller Interessen- und Altersgruppen einen zuverlässigen und leistungsstarken Zugang zum Internet bekommen – und schaffen damit die nötigen Infrastrukturen für eine selbstbestimmte Teilhabe älterer Generationen an den Vorteilen der digitalen Welt.