Arbeitswelt 4.0 – Warum Coworking ein Megatrend ist

Coworking-Spaces schießen wie Pilze aus dem Boden. Deutschlandweit gibt es mehr als 600 Standorte, die ein flexibles, gemeinsames und bequemes Arbeiten anbieten. Die Politik unterstützt diese neue Arbeitswelt auch finanziell – bietet sie doch vor allem Startups und Freiberuflern beste Entwicklungsbedingungen. Lesen Sie im folgenden Blogbeitrag, worin die Vor- und Nachteile von Coworking Spaces bestehen und worauf Sie bei einer Zusammenarbeit achten sollten.

Gemeinsam Kreativität fördern

Der englische Begriff Coworking heißt nichts Anderes als Zusammenarbeiten. Das Geschäftsmodell der Coworking Spaces besteht darin, Menschen aus verschiedenen Berufen an einem Arbeitsplatz zusammenzubringen und so soziale Kontakte zu fördern und damit das zu bieten, was das Homeoffice nicht leisten kann. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen Ideen miteinander geteilt werden können, Innovationen gefördert werden und die Nutzer sich gegenseitig inspirieren. Man mietet keine Fläche, sondern einzelne Schreibtischplätze und/oder Teile der angebotenen Infrastruktur wie Tagungsräume. Ein wichtiger Aspekt der Coworking Spaces sind Meetingpoints, bei denen sich die Nutzer treffen können: Kaffeeküchen, Tischtennisplatten, Fitness-Studios. Der Gedanke dahinter: Man soll voneinander profitieren und netzwerken. Nichts soll die Kreativität behindern.

Ein Arbeitsplatz all inclusive

So reicht es denn auch aus, einen Termin mit einem Coworking Space zu vereinbaren, den Laptop unter den Arm zu klemmen und sich in einem meist hippen Umfeld seinen Projekten zu widmen. Die Anbieter kümmern sich um den Rest. Arbeitsplätze in Coworking Spaces sind All-inklusive-Arbeitsplätze, die stunden-, tage- oder monatsweise gemietet werden können. Schreibtisch, Postadresse und Postservice, Drucker, Scanner, Internet, Beamer, Besprechungsräume, Kaffee- und Wasser-Flatrate, Reinigung, Sicherheitsdienste – alles, was zu einem gut ausgestatteten Büro gehört, wird hier von den Betreibern zur Verfügung gestellt.

Förderung in ländlichen Räumen

Diese Leistungen haben allerdings ihren Preis, vor allem deshalb, weil die meisten Coworking Spaces in bester Lage in den Innenstädten angesiedelt sind. Nach Angaben des Statistikportals Statista kostete ein Schreibtischplatz in Berlin im Jahr 2020 im Schnitt 1.675 Euro im Monat, in München durchschnittlich 1.150 Euro. Größter Anbieter von Coworking Spaces ist das US-amerikanische Unternehmen WeWork, das weltweit über 528 Standorte betreibt, unter anderem in Berlin, München und Hamburg. Die Szene wird insgesamt von großen Immobilienfirmen beherrscht, die an kleineren Standorten wenig Interesse haben. Um aber auch Startups und Freiberuflern in Kleinstädten und im ländlichen Raum beste Arbeitsbedingungen zu bieten, unterstützen Bund und Länder die Gründung dieser alternativen Büros mit verschiedenen Programmen und Maßnahmen. So sollen Coworking Spaces zu einer Stärkung der Regionalentwicklung und Fachkräftesicherung im Ort führen.

Besser Glasfaser als eine Kaffee-Flatrate

Worin insgesamt die Vorteile des Coworking liegen, muss jedes Unternehmen, jeder Gründer für sich selbst entscheiden. Für die einen ist es die hippe Einrichtung, für die anderen der Austausch mit den Mitmietern beim Tischtennis-Match. Meist genannt werden die Kostenersparnis, die Ausstattung, die Kontakte zu anderen Unternehmen und die umfangreichen Dienstleistungen. Weniger brüsten sich die Coworking Spaces mit schnellem Internet. Dabei gehört gerade die Anbindung an Glasfaser, die sich die meisten Anbieter leisten, zu den eindeutigen Assets der temporären Bürogemeinschaften. Gigabit-Internet, wie es im Homeoffice kaum verfügbar ist, macht das Surfen am Computer im Coworking Space zum Vergnügen. In Kassel zum Beispiel bestehen für Interessenten an flexiblen und leistungsfähigen Arbeitsplätzen der Sciencepark Kassel, mit seinem CoWorking-Space und den neuen CoCreation Lab, getragen von der Universität Kassel und der Stadt Kassel, sowie das FiDT Technologie- und Gründerzentrum mit seinen flexiblen und wachstumsorientierten Bürokonzepten zu den angesagten Locations – nicht zuletzt, weil die Locations von Netcom Kassel mit superschnellem Internet, also mit einem Glasfaserkabel, ausgestattet wurden. „Zeitgemäße IT-Infrastruktur mit 1-GB-Breitbandanbindung und vollständiger In-House-Verkabelung (…) ermöglichen es, sich auf die wichtigen Fragen des Unternehmerlebens zu konzentrieren”, schreibt das FiDT Technologie- und Gründerzentrum auf seiner Website.

Lassen Sie sich bei der Auswahl Ihres Coworking Space oder Ihres flexiblen Büros also nicht von einer Kaffee-Flatrate oder schicken Möbeln verführen, sondern achten Sie darauf, dass im IT-Bereich tatsächlich neueste Technologien wie Glasfaser zum Einsatz kommen.