Ambient Assisted Living – Technik, die unser Leben vereinfacht

Der Traum vom Roboter, der alten Menschen hilft, ein langes, selbstbestimmtes und sicheres Leben in den eigenen vier Wänden zu führen, ist altbekannt. Seit vielen Jahren wird an Maschinen, Geräten oder Apparaten geforscht, die das Essen bringen, die Wohnung putzen oder darauf achten, dass der Herd nach dem Kochen ausgeschaltet wird. Tatsächlich aber kommen humanoide Roboter, bis auf wenige Ausnahmen beispielsweise in Japan, bisher nicht zum Einsatz. Anders verhält es sich mit all den kleinen digitalen Helfern, die unser Leben heute schon einfacher machen. Ambient Assisted Living (AAL), zu Deutsch umgebungsgestütztes Wohnen, kann der Generation, die jetzt in das Rentnerleben eintritt, eine Lebensqualität im Alter ermöglichen, die noch keine Generation vor ihr erleben konnte.

Die nächste Rentner-Generation ist digital affin

20 Prozent der Einwohner Deutschlands sind heute älter als 67 Jahre. In den nächsten Jahren geht die Babyboom-Generation in Rente, also die geburtenstarken Jahrgänge der Zeit von 1955 bis 1965. 2060 werden bereits 27 Prozent der Bevölkerung über 67 Jahre alt sein.

Anders als die Generation davor haben viele dieser Männer und Frauen die Digitalisierung der Gesellschaft sowohl am Arbeitsplatz als auch zu Hause miterlebt und mitgestaltet. Smart Home ist für sie kein Fremdwort. Da es nach mehr als zehnjähriger Forschung und ausgiebigen Testphasen einige AAL-Systeme inzwischen aus dem Labor ins Leben geschafft haben, wird Ambient Assisted Living in den kommenden Jahren einen rasanten Aufschwung erleben.

Umfangreiche Förderung von AAL-Forschung und -Anwendung

Ambient Assisted Living steht für Konzepte, Produkte und Dienstleistungen, die neue Technologien in den Alltag einführen, um die Lebensqualität für Menschen in allen Lebensphasen, vor allem im Alter, zu erhöhen. Dazu zählen Videoüberwachung, Bewegungsmelder, Sturzsensoren und Alarmanlagen, aber auch andere digitale Geräte wie Staubsauger-Roboter oder Kochautomaten.

Der Nutzen des Einsatzes digitaler Technologien rund um das Wohnen ergibt sich zum einen hinsichtlich der Risiken, die im Alter mit dem Verlust zahlreicher Fähigkeiten vermehrt auftreten und durch den Einsatz digitaler Technologien teilweise kompensiert werden können. Zum anderen eröffnen sich neue Möglichkeiten selbstbestimmter Lebensführung auch bei stark eingeschränkter Mobilität, da räumliche Begrenzungen dank digitaler Übertragungstechniken aufgehoben werden. So sind Treffen per Video mit der ganzen Familie möglich, ebenso wie ein regelmäßiges Kaffeekränzchen mit den Freundinnen. Ältere Menschen können so am sozialen Leben außerhalb ihrer vier Wände aktiv teilhaben – ohne die Wohnung verlassen zu müssen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gehört zu den Institutionen, die sich federführend für dieses Thema engagieren. 2020 erschien der achte Altersbericht zum Thema „Ältere Menschen und Digitalisierung“,  der umfangreiche Informationen zum Wohnen auf der Basis digitaler Assistenten enthält. Darüber hinaus fördert das Ministerium das Projekt „Digitale Engel“, ein mobiles Ratgeber-Team, das deutschlandweit unterwegs ist, um älteren Menschen den Umgang mit digitalen Alltagshelfern zu erleichtern.

Priorität: Sicherheit

AAL umfasst viele Einsatzgebiete. Priorität hat zweifellos die Sicherheit. Die wohl größte Sorge von Familienangehörigen alter Menschen, die allein leben, besteht darin, dass sie stürzen und nicht mehr allein aufstehen und Hilfe rufen können. Notfall-Knöpfe, die mittels Funk eine sofortige Verbindung zu medizinischen Einrichtungen herstellen können, sind daher bereits heute weitverbreitet. Nicht immer aber ist der Hausnotruf greifbar, wenn er gebraucht wird. Intelligente Systeme, die beispielsweise mittels Sensoren in der Wohnung einen Sturz erkennen und weitermelden können, oder Smartwatches, die permanent am Handgelenk getragen werden und bei einem Sturz ein Notsignal an beliebige Personen senden, sind sehr viel verlässlicher als ein Hausnotruf. Darüber hinaus bietet AAL Unterstützung beim Schutz vor Bränden, Wasserschäden, Einbrüchen und vielem mehr.

Als gute Helfer für den Alltag ermöglichen es digitale Assistenten, verbrauchte Energie aus der Ferne abzulesen, Licht, Heizung, Warmwasser und Lüftung aus der Ferne zu steuern und auch Radios und Fernsehen von jedem Punkt der Welt aus zu bedienen. Im Alter ganz besonders wichtig sind das Monitoring von Vitaldaten, Gesundheitsprävention zu Hause und Arztgespräche per Videoübertragung. Und last, but not least: Die Kommunikation mit der Familie und mit Freunden kann mit AAL auf verschiedene Weise aufrechterhalten werden – heute noch über Sprache und Bild; aber bald schon können Verwandte und Freunde als Hologramme mit am Tisch sitzen.

Schon jetzt digitale Vorsorge treffen

Wenn heute von Vorsorge für das Alter die Rede ist, geht es meistens um die Finanzen. Doch ein noch so gut gefülltes Konto hilft Ihnen nicht, wenn Sie Wert darauf legen, Ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Insofern: Zögern Sie nicht, sich schon heute mit digitalen Assistenten zu umgeben. Je früher Sie damit beginnen, sich ein Smart Home zu schaffen, das nahtlos in ein Ambient Assisted Living übergeht, umso selbstverständlicher werden Sie auch im Alter Ihren Alltag mithilfe digitaler Assistenten meistern. Netcom Kassel stellt Ihnen das entsprechende Internet zur Verfügung, das für ein schnelles und störungsfreies Ambient Assisted Living gebraucht wird.

 

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